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Exponate 2007 - Kyoungah Kim Drucken E-Mail

Kyoungah Kim

 
Adresse und Vita    
   
Porzellan, Steinzeug, freigedreht, reduzierend gebrannt im
Gas- und Holzofen, 1260-1280°C
     

"Teekeramik"

     
   

Die Schönheit in den Dienst des Funktionalen zu stellen, gilt der Teekeramik des fernöstlichen Kulturkreises als Verpflichtung. Was sich so leicht ausdrücken lässt, erweist sich jedoch in der Umsetzung alles andere als einfach.

Kyoungah Kim stellt auf der Töpferscheibe gedrehte Gefäße für den anspruchsvollen, ritualisierten Bereich der Teezeremonie wie auch für die alltägliche Teezubereitung her. Dazu bedarf es einer Vielzahl unterschiedlicher, an die jeweilige Nutzung gebundener Gefäßformen, die funktional wie auch formal aufeinander abgestimmt sind. Für die Teezeremonie werden diese Formen, neben zusätzlich erforderlichen Gerätschaften, in einen durch spezielle Regeln festgelegten Ablauf gestellt. Die Handhabung bzw. die Verwendung der einzelnen Teegefäße ist dabei genau vorgegeben. ("explizit" scheint mir nun sprachlich doch weniger passend, irgendwie klingt es gestelzt)

Kyoungah Kim bringt in ihren Gefäßen, ganz der asiatischen Auffassung folgend, Unregelmäßiges und Asymmetrisches gewollt ein und stellt es unserer europäischen, klassisch auf der Symmetrie des menschlichen Körpers basierenden, Sichtweise zur Seite. Sie sieht darin keinen Gegensatz. Ihre Teekeramik folgt einerseits den traditionell koreanischen Vorgaben, öffnet sich aber gleichzeitig auch für europäische Einflüsse. Somit führt sie ihre Arbeit nicht als das Resultat einer bewussten Entscheidung vor, stattdessen möchte sie sich und dem interessierten Betrachter oder Teeliebhaber diesen, von jeder polarisierenden Vorstellung freien Zugang zur Teekeramik ermöglichen.

Nach asiatischer Auffassung entfaltet sich die Schönheit der Teegefäße, wenn sie nicht gezielt nach außen gerichtet ist, sondern vielmehr vom Betrachter für sich entdeckt werden kann, im Sinne einer im Gefäß innewohnenden Schönheit.

Barbara Kaas

       
       
       
 

Kyoungah Kim

 
       
  * 1971   in Kyong-gi-do, Südkorea
       
  2001 – 2004   Ausbildung zur Keramikerin bei YoungJae Lee, Keramische Werkstatt Margaretenhöhe, Essen
       
  2004 - 2007   Fachschule für Keramikgestaltung, Höhr-Grenzhausen
       
 

Ausstellungen:

   
       
  2007  

Teilnahme an der Ausstellung „…Alles hat ein Ende nur der Holzbrand nicht…“, Keramikmuseum Westerwald,
Höhr-Grenzhausen

       
       
 

Kontakt

 

Homepage: www.fs-keramik.de/kyoungah-kim