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Exponate 2008 - Berthold-Josef Zavaczki Drucken E-Mail
 
Berthold-Josef Zavaczki    
Adresse und Vita  

Fragmente - Teile eines Ganzen

 
   

Selbstformulierte Absicht Berthold-Josef Zavaczkis ist es, sich in der Funktion eines “Katalysators“ in einem Netzwerk - dessen Teil er war und ist - soziologischen und ethnologischen Prozessen anzunähern, die ihn selbst entscheidend determinieren.

Indem er den Versuch einer Inventur seines bisherigen Lebensweges macht, dabei in einer Art Rückblick gleichsam archäologisch gräbt und zutage fördert, schafft er sich einen Fundus an Fragmenten, die uns in der gewählten Spiralform seiner Installation ganz unmittelbar ansprechen.

Dabei ist ihm das chronologisch-narrative Element ganz und gar nicht unwichtig.
Er selbst nennt es ja “leises Erzählen“, sieht in seiner Arbeit gar eine Art post Tagebuch - wenngleich hier nicht Tage, sondern ganze Lebensabschnitte zur Form finden – das wieder gefundene Bruchstücke aus dem Jetzt heraus noch einmal überprüft, um sie dabei neu zu belichten und zu bewerten.

In einem überaus intensiven, reflektorischen Prozess entstanden so überaus komplexe Arbeiten die einer fassenden, oben schon angedeuteten Struktur bedürfen, um gebändigt zu werden.

Ich weiß nicht, wie relevant dabei der selbsttherapeutische Ansatz ist, aber es könnte durchaus am Ende der Versuch einer Katharsis sein, aus der heraus es Zukunft zu bewältigen gilt.

In diesem Sinne sollte man die für seine Installation gewählte offene Spiralform auch deuten als ein künstlerisches Fortschreibenwollen eines ganz eigenen und ungewöhnlichen Lebensweges, den Berthold-Josef Zavaczki, vom Tango beseelt und angetrieben, für einige Zeit mit uns gegangen ist.

H.-B. Ollec

       
       
       
  Berthold-Josef Zavaczki  
       
  * 1973   geboren in Siebenbürgen
       
  2002-2004   Ausbildung zum Keramiker (Scheibentöpferei) in Lauterbach
       
  2003-2005   Leitung der Fleckenbühler Keramikwerkstatt bei Marburg
       
  2005-2008   Weiterbildung zum staatlich geprüften Keramikgestalter
       
  2006   freier Mitarbeiter im Keramikmuseum Westerwald im Bereich Museumspädagogik
       
  2007   »Gestalten mit Ton« als Kunst-Pädagoge an der Goethe-Schule in Höhr-Grenzhausen
       
      Workshops
       
      Erfahrung als Assistent bzw. Leiter bei diversen Keramikkursen in den Bereichen Scheibentöpfern, keramische Oberflächengestaltung, Rakubrand, Schmauchbrand etc.
       
      Ausstellungen
       
  2008   »Narrativ – Narretei - Nackedei« Stadtbibliothek Paderborn
       
  2006   »Alles hat ein Ende nur der Holzbrand nicht«
Im Keramikmuseum Westerwald, Höhr-Grenzhausen
       
 

Kontakt

 

Homepage:
www.fs-keramik.de/berthold-zavaczki