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Die Arbeit von Matthias Menk ist Ausdruck eines kooperativen Formprozesses zwischen dem Künstler und dem Material. Im Zusammenspiel von Kalkül und Zufall, Experimentierfreude und Strategie hat er in seiner Abschlussarbeit mutig neue Wege eingeschlagen.
Mit angewandter Keramik haben seine Tonarbeiten ganz offensichtlich nichts mehr zu tun. Vielmehr sind seine Abschlussarbeiten, ob an der Wand platziert oder sich frei im Raum befindend, autonome Objekte, die keinen nutzorientierten Zweck haben.
Stattdessen sind sie ausschließlich auf die sinnliche Wahrnehmung von Form, Struktur und Farbe hin ausgerichtet und finden darin ihre eigentliche Bestimmung.
Sie bilden Spuren, Rhythmen sowie organisch anmutende bis wuchernde Materialität ab.
Matthias Menk thematisiert die Veränderung, die durch energetische Prozesse hervorgerufen wird. Dabei interessiert ihn insbesondere die Darstellung von Krafteinwirkung auf die Materie. Der Kreis bzw. als dreidimensionale Entsprechung die Kugel versinnbildlicht die Konzentration von Energie. Von hier entwickelt, entlädt und bewegt sich alles plastische Geschehen. Das Objekt selbst gleicht dabei einer Momentaufnahme.
Über die Materialästhetik und die formal-inhaltlichen Überlegungen hinausgehend ist es das Staunen über das Entstehende, das Matthias Menk in seinem schöpferischen Prozess antreibt und zu überraschenden, eigenwilligen Ergebnissen führt.
Barbara Kaas
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