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Exponate 2008, Absolventen stellen aus Drucken E-Mail

Die Ausstellung "Exponate 2008" wurde im Keramikmuseum Westerwald eröffnet. Sie zeigt die Abschlussarbeiten von acht Absolventen der Staatlichen Fachschule für Keramikgestaltung in Höhr-Grenzhausen. Rund 400 interessierte Gäste erschienen zur Eröffnungsfeier.

Keramikmuseum Westerwald in Höhr-Grenzhausen eröffnet Ausstellung mit vielen Facetten

400-gaeste.jpgHÖHR-GRENZHAUSEN. "Es ist wieder mal soweit, acht Absolventen haben es endlich wieder geschafft. Sie dürfen die Frucht ihrer dreijährigen Ausbildung im Keramikmuseum Westerwald ausstellen und dokumentieren. Es ist wieder eine besondere Ausstellung, deren Vielfältigkeit einen Betrachter in Staunen versetzen kann", mit seinen Eröffnungsworten brachte Klaus Lehnhäuser, Schulleiter der Fachschule für Keramikgestaltung und Keramiktechnik, die Sache auf den Punkt.

Die Examensausstellung zeigt Objekte, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Acht Charaktere treffen aufeinander. Ihre jeweilige Einzigartigkeit spiegelt sich wieder in der Art und Weise, Keramik zu verstehen, zu behandeln und zu benutzen. Es scheint, als würde nur das Medium Keramik die Kunstwerke verbinden. "Angewandte und freie Kunst steht hier nebeneinander, und beides ist geprägt von einer hohen Individualität." Barbara Kaas, Fachlehrerin für Formgebung, lieferte die Erklärung, wie dies entstehen kann, gleich mit: "Anders als an vielen anderen Schulen, findet an der Fachschule keine einseitige Ausrichtung ausschließlich auf angewandte Gestaltung (Design) oder rein künstlerische Inhalte statt. Die Ausstellung zeigt Arbeiten, die ganz unterschiedliche Schwerpunkte setzen, verschieden konzeptionell entstanden und jeweils anders umgesetzt wurden." Angefangen bei der Geborgenheit in Kindertagen (Nelly Thiessen) über wundersame Lebewesen (Kirsten Packert), Lebenszyklen (Berthold-Josef Zavaczki), Ursprünge am Anfang (Matthias Menk), Leuchtkörper, die wie Menschen sind (Jessica Henkel), sinnliche Freudenbehälter (Elisabeth Minichbauer), Gefäßunikaten für den Teegenuss (Katrin Böning) bis hin zu linierten Groß- und Kleingebilden (Manuela Lehmann) spannt sich der Bogen der Arbeiten. "Sie werden gefordert beim genaueren Hinschauen, beim Anfassen, beim Zuhören. Lassen sie sich ein auf die Sprache der Menschen, die diese Ausstellung Exponate 2008 konzipiert und erarbeitet haben", forderte Monika Gass, Leiterin des Keramikmuseums ihre Gäste auf.

stroeher-preis2.jpgSchon zum 14. Mal verlieh die Firma Ströher aus Dillenburg den mit 500 Euro dotierten Ströher-Kreativpreis an einen der Absolventen. Die Auswahlkriterien beschrieb Vertriebsleiter Matthias Lagoda. Kreativität, Neues, besonderes Design und die Vermarktungsmöglichkeit waren gefragt. Ausgezeichnet wurde das Thema "Glück in Dosen" von Elisabeth Minichbauer. "Sie widmet sich einem echten Nischenprodukt mit Zukunftsaussichten, Dosen für die Lust, Dosen für Vibratoren. Waagerecht wegen der Bruchgefahr, dekorativ mit einem leichten Lächeln im Siebdruckverfahren aufbereitet, nehmen die Produkte heute schon eine Sonderstellung in dieser Ausstellung ein", beschrieb Lehnhäuser schmunzelnd die Objekte von Minichbauer.

Ministerialrat Klaus Lütkefedder würdigte den international anerkannten Keramikstandort Höhr-Grenzhausen, und für die musikalische Umrahmung sorgte Veronica Todorova. Jazz vom Allerfeinsten, faszinierend vorgetragen mit einem Akkordeon. Doch die Stars am Eröffnungsabend blieben die Absolventen mit ihren Exponaten. Die Ausstellung ist noch bis zum 22. August im Keramikmuseum zu sehen.

Ulrich Mickley
Westerwälder Zeitung vom 23.06.2008

LINK: Weitere Fotos der Exponate 2008

 
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