Fuge – einige Gedanken zu meiner Abschlussarbeit
Eine Fuge ist normalerweise eine sekundäre Erscheinung im Mosaikgefüge. Sie ist höchstens wie eine rahmende Linie eingesetzt, wenn überhaupt bewusst integriert. Ich habe mich mit der Fuge als Gestaltungsmittel auseinandergesetzt, sie zu meinem Thema gemacht: das bedeutet, sie sichtbar werden zu lassen.
Wir können nur bei Licht sehen. Dinge im Licht werfen Schatten. Etwas sichtbar zu machen bedeutet, ihm Substanz zu verleihen – ein Widerstand, an dem sich Licht fängt.
Auf diese Weise drängt sich die Fuge ins Bewusstsein: indem sie sich in den Raum ausdehnt und an Masse zunimmt, wird sie zu einem (be-)greifbaren Element. Sie wird durch Hohlformen und Schatten erwidert, wird mit Hilfe dieser Bezüge verstärkt. Die Fuge ist reell erfahrbar geworden.
Im Grunde ist dieser Prozess gleichzusetzen mit allen Formen von Bewusstseinsprozessen. Am Ende steht das Geformte : ein Wort, ein Ding, Töne,…….
