Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichten der AbsolventInnen der Fachschule Keramik

Wir denken, dass alle an der Schule Beteiligten zurecht stolz auf manchen Abschluss sein dürfen, und das möchten wir unseren Interessenten nicht vorenthalten. Hier stellen wir Ihnen Menschen vor, die gerne unsere Schule besucht haben und tolle berufliche Erfolge erzielen konnten.

"Die Weiterbildung in Höhr-Grenzhausen hat ein gutes Verständnis der technologischen Zusammenhänge vermittelt." Patrik Hirt

 

Seit 11 Jahren arbeite ich bei der Firma Tondach Gleinstätten (Wienerberger AG) in der Steiermark in Österreich. Wir produzieren Dachziegel. Nach meiner Ausbildung zum Industriekeramiker habe ich in 3-jähriger Teilzeitausbildung meinen Abschluss als Staatl. gepr. Keramiktechniker gemacht. In unserem Labor bin ich zuständig für den Bereich Qualität: Die Eingangskontrolle der Rohstoffe und Arbeitsmassen zählt ebenso zu meinen Aufgaben wie die Kontrolle der produktspezifischen Parameter (Maßhaltigkeit, Festigkeit, Frostbeständigkeit u. a.). Besonders die Vielseitigkeit bereitet mir in meinem Aufgabengebiet viel Freude. Ich bin oft in der Produktion im Werk unterwegs, muss natürlich meine Aufgaben im Labor erledigen und den Kontakt zu den Ingenieuren und der Geschäftsführung halten. Natürlich sind auch Bürotätigkeiten wie etwa Berichte, E-Mails und Dokumentationen regelmäßig fällig. Die Weiterbildung in der Fachschule in Höhr-Grenzhausen hat mir insbesondere ein gutes Verständnis der technologischen Zusammenhänge vom Rohstoff bis zum fertigen Endprodukt vermittelt, ein Werk muss halt immer als Ganzes gesehen werden! Dieser keramische Weitblick hat sich während meiner Zeit an der Fachschule erheblich entwickelt. Auch der fachliche und private Austausch mit anderen Keramikern aus Österreich, aus der Schweiz und aus ganz Deutschland machte die Zeit in Höhr-Grenzhausen interessant und spannend. Nicht zuletzt war es auch klasse, dass man einen guten Einblick in andere Bereiche der Keramik außerhalb der Ziegelbranche erlangen konnte.

Patrick Hoffmann: "Die Atmosphäre an der Fachschule war sehr familiär."

Nach meinem Abschluss als Staatlich geprüfter Keramiktechniker arbeite ich nun seit zwei Jahren bei der Firma CeramTec-ETEC in Lohmar. Bereits meine Abschlussarbeit konnte ich hier über Transparentkeramik schreiben. Dies war ein guter Einstieg für meine jetzigen Tätigkeiten: Mein aktueller Fokus liegt im Bereich F&E und Anwendungstechnik auf der Hartbearbeitung von transparenten Keramiken. Hier komme ich häufig mit Kunden in Kontakt, für die ich Musterbauteile nach deren Wünschen und Anforderungen herstelle. Darüber hinaus betreue ich unseren Auszubildenden. Dies ist eine tolle Erfahrung, weil man das Ausbilden nun aus einer anderen Perspektive erfahren kann. Der Abschluss an der Fachschule bietet weitaus mehr als nur „mehr Gehalt“ oder „bessere Arbeitsbedingungen“. Mit einer höheren beruflichen Bildung bekommt man in den Teams, bei Meetings und bei den Vorgesetzten mehr Gehör und meine Vorschläge werden ernst genommen und aufgegriffen. Aber auch meine praktischen Erfahrungen werden von Mitarbeitern in der Produktion immer wieder gerne abgefragt. So fungiere ich als so etwas wie ein Bindeglied. Besonders gefällt mir, dass immer verschiedene Aufgaben auf mich warten und kein Tag wie der andere ist – so kommt niemals Langeweile auf und es gibt immer neue Herausforderungen. Das schönste in Höhr-Grenzhausen war das persönliche Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. Die Atmosphäre war sehr familiär, fast schon wie zu Hause. Ich hatte auch einen klasse Jahrgang erwischt, so dass nicht zuletzt viele tolle Erinnerungen an Weihnachtsfeiern oder Dämmerschoppen bleiben. Diese Erfahrungen kann ich jedem nur empfehlen!

Sunsiree Knaup: "Projektwochen und Exkursionen haben mir sehr gut gefallen."

Hallo, ich heiße Sunsiree Knaup und bin seit 2011 bei Wendel Email, einem Email- und Glasurenhersteller in Dillenburg beschäftigt. Dort habe ich meine Berufsausbildung zur Stoffprüferin Keramik durchgeführt, der Theorie-Unterricht erfolgte bereits damals in Höhr-Grenzhausen. Darauf aufbauend habe ich im Sommer 2015 dann meine Ausbildung zur Keramiktechnikerin erfolgreich abgeschlossen – eine von Wendel geförderte Maßnahme, bei der ich als Vollzeitstudentin weiter bezahlt wurde. Nun bin ich bei Wendel fest angestellt und arbeite im Email-Labor. Wir entwickeln neue, innovative Emails für verschiedene Anwendungsbereiche wie z. B. für den Trinkwasserspeicher in der Heiztechnik oder für Sanitärprodukte wie Badewannen und Waschbecken. Als Stoffprüferin war ich im Bereich der Qualitätssicherung tätig, meine Ausbildung zur Keramiktechnikerin war nun wichtig, um ein umfassendes Verständnis für die Glaskeramik zu bekommen, um auch in der Entwicklung und vielleicht später auch im Außendienst zu arbeiten. Bei Wendel finde ich ideale Bedingungen vor, da sie neben dem Emaillabor auch ein Keramiklabor haben, in dem Glasuren vor allem für die Dachziegelindustrie entwickelt werden. Mir gefallen die Kundennähe und das Praktische an meiner Arbeit, es gibt eigentlich jeden Tag etwas Neues. Wir entwickeln Produkte, die in der Industrie und auch im Alltag Anwendung finden. Die Stimmung im Labor ist super. Wenn ich mich an meine Schulzeit zurück erinnere, denke ich besonders gern an das fast familiäre Umfeld, das man an der Fachschule vorfindet. Es ist persönlicher und vertrauter als an der eher anonymen Universität. Gut gefallen haben mir auch die Unternehmungen wie die Projektwoche und Exkursionen, bei denen wir einen tollen Einblick in die verschiedenen Unternehmen der keramischen Industrie bekommen haben – vom vollautomatisierten Dachziegelhersteller bis zur kleinen Meißner Porzellan-Manufaktur.